Fußballspiele im TV – die „Straßenfeger“

Fußball im TV

Eigentlich ist es ein Wunder, dass die Fußballspiele nicht von der Hamburger Film GmbH mit dem Namen „Straßenfeger TV“ vermarktet werden. Dort würden sie gut ins Bild passen, denn die dort produzierten Shows verzeichnen hohe Zuschauerzahlen. Doch an die Einschaltquoten, die hochrangige Bundesligaspiele und erst recht die Spiele der deutschen Nationalmannschaft verzeichnen, reichen diese Sendungen bei Weitem nicht heran.

Wer während der Endrundenspiele der 2010er WM durch die deutschen Städte fuhr, der durfte sich selbst in der Rush-Hour über kurze Schlangen an den Ampeln und den Supermarktkassen freuen. Straßen und Parkanlagen wirkten wie „frisch ausgekehrt“, weil die Fans zu Hause, bei Freunden, in Gaststätten und vor den eigens dafür aufgestellten Outdoor-Leinwänden saßen und aufmerksam die Spiele verfolgten.

Immerhin verzeichnete Media Control beim Endspiel satte rund 32 Millionen Zuschauer allein in Deutschland. Und dabei blieben sogar noch diejenigen unberücksichtigt, die sich das Battle als Livestream über das Internet anschauten. Um eine Vorstellung von dieser Größenordnung des Faninteresses zu bekommen, sollte man sich einmal vor Augen führen, dass das fast der doppelte Wert der Einwohnerzahl der ehemaligen DDR ist. Damit wurde ein neuer deutscher Rekord beim Interesse der Fans an den Spielen der Nationalmannschaft aufgestellt.

Auch bei wichtigen Spielen der Bundesliga bekommt man eine merkwürdige Leere in den Städten zu spüren. Es ist, als hielten sie den Atem an, um genügend Luft zu haben, die fallenden Tore gebührend bejubeln zu können. Gastronomie und Handel haben sich inzwischen schon darauf eingestellt und reduzieren in diesen Zeiten das Personal.