Die Problematik der Fußball-Randalen

Stoppt Fußball Randalen

In Deutschland gibt es sehr viele Fußballfans. Das zeigt sich nicht nur den Einschaltquoten, wenn im Fernsehen wichtige Spiele übertragen werden. Auch die Zahl der Jahreskarten für die Vereine in der Bundesliga und die Verkaufszahlen bei den Eintrittskarten für die Zweit- und Drittligisten sprechen eine eindeutige Sprache.

Doch nicht jeder Freund des „runden Leders“ verhält sich friedlich, wenn er zu den Spielen seiner Lieblingsmannschaften geht. Immer wieder kommt es zu Auseinandersetzungen, die teils sehr unterschiedliche Ursachen haben.

Dass die Fans wütend sind, wenn ihr Lieblingsverein Konkurs anmelden muss und aufgelöst wird, das ist verständlich. Aktuell geschehen beim FC Sachsen Leipzig. Der Traditionsverein hätte 2012 auf sein achtzigjähriges Bestehen zurück blicken können. Die Fans fühlten sich vor allem durch den Anblick des Insolvenzverwalters Heiko Kratz provoziert und machten Anstalten, das Vereinsgebäude stürmen zu wollen. Durch einen massiven Einsatz der Ordnungskräfte unter Anderem mit Tränengas konnte nach dem letzten Spiel am 22. Mai 2011 Schlimmeres verhindert werden.

Doch nicht immer können solche Ausschreitungen glimpflich beendet werden. Besonders häufig kommt es zu Auseinandersetzungen, wenn sich rivalisierende Vereine auf dem Rasen gegenüber stehen. Auch an dieser Stelle war Leipzig in der Vergangenheit ein Negativbeispiel, weil die ehemalige DDR-Regierung den 1. FC Lok Leipzig förderte, während die ehemalige BSG Chemie als Vorläufer des FC Sachsen Leipzig das Nachsehen hatte und sogar die guten Spieler zwangsweise an den 1. FC Lok abgeben musste. Die Fans gingen öfter einmal aufeinander los, so dass letztlich auch ein massiver Ausbau der Sicherheitseinrichtungen in den Stadien notwendig wurde, nachdem es bei einer Auseinandersetzung am nahe des Stadions vom 1. FC Sachsen gelegenen S-Bahnhof Leutzsch einen Toten gegeben hatte.

Solche Differenzen gibt es auch in überregionaler Form. Das hat dazu geführt, dass die Fangruppen bei einigen Spielen mittlerweile von den Ordnungshütern säuberlich getrennt voneinander aus den Stadien „gelotst“ und die auswärtigen Gäste unter Polizeiaufsicht zu den Sonderzügen der Deutschen Bahn gebracht werden.

Datenschützer wehren sich vehement gegen die Videoüberwachung in den Stadien. Sie ist aber im Interesse der Sicherheit aller Fans unverzichtbar, da es den Ordnungskräften nur so möglich ist, bekannte Randalierer draußen zu halten und bei sich anbahnenden Auseinandersetzungen frühzeitig eingreifen zu können. Das Traurige daran ist, dass den renitenten Fans gar nicht bewusst ist, dass sie mit ihrem Verhalten nicht nur das Image ihres Lieblingsvereins schädigen, sondern dem Management auch zusätzliche Kosten für den Sicherheitsausbau ihrer Stadien verursachen.